#NoMoreEmptyPromises und Refugees Welcome

#NoMoreEmptyPromises und Refugees Welcome

Das Motto des Klimastreiks von Fridays for Future am 19.03. gilt auch für Heidelberg. BAFF war mit einem Redebeitrag auf der Kundgebung. Schaut ihn Euch hier an. Umgekehrt unterstützen uns Aktivisti von Fridays for Future auf unserer Kundgebung und in unserer Veranstaltung. Danke.

One comment

  1. Irritiert!
    Zur Wahl, das Ankunftszentrum für Geflüchtet in den Wieblinger Wolfsgärten zu errichten.
    Am 11. April stehen wir also vor der Entscheidung, ob das neue Ankunftszentrum für Geflüchtete in der Patrick Henry Village verbleibt oder in den Wolfsgärten in Wieblingen errichtet wird, in dem von der Stadt am meisten vernachlässigten Stadtteil mit den schlechtesten Straßen, einem Kompostierwerk und einem Recyclinghof. Und wer früher am Neuenheimer Neckarstrand seine Partys gefeiert hat, macht es mit Zustimmung der Stadtverwaltung jetzt in den schönen Neckarauen in Wieblingen. Die Neuenheimer Lobby freut´s, denn jetzt müssen sie weniger Krach ertragen und schicken diejenigen, die es immer noch nicht kapiert haben, freundlich bestimmt ins Wieblinger Naturschutzgebiet. Die Wieblinger sind – so eingezwängt zwischen Autobahnzubringer und Autobahn – Krach ohnehin gewohnt. Und da fällt so ein bisschen Partylärm auch nicht weiter ins Gewicht. Hauptsache der Rest der Neckaranrainer hat seine Ruhe und kann die Annehmlichkeiten seines Besitzes genießen. Schon lange frage ich mich, warum Neuenheim und Handschuhsheim bei allen schwierigen stadtplanerischen Entscheidungen immer außen vor bleiben?
    Ich behaupte zudem, dass die Verlegung des Ankunftszentrums nach Wieblingen nichts anderes als versteckter Rassismus ist. Denn so hört man immer wieder Stimmen, die lauteste vom Oberbürgermeister selbst, dass ein Verbleib des Ankunftszentrums in der Patrick Henry Village für die Entwicklung dieses neuen Stadtteils nicht förderlich sei. Worauf ich mir die Frage stelle, warum nicht? Stört das Bild der Asylsuchenden vielleicht die „Kreativen“ und „Wohlhabenden“, die hier angesiedelt werden sollen bzw. ihre Verträge längst abgeschlossen haben? Hat man vielleicht doch Sorge, dass der „schwarze Mann“ umherläuft und Kinder erschreckt? Denn nur so ist es zu erklären, warum eine Verlegung überhaupt diskutiert wurde? Der Neubau kostet zudem viel Geld, das man nach der Pandemie sicherlich für andere Zwecke gut gebrauchen könnte. Und warum sind Stadtteile wie die Bahnstadt, in der ohnehin viel gebaut wird, oder Neuenheim und Handschuhsheim nie als Standorte vorgesehen gewesen?
    Liebe Bürger*innen, wenn Sie sich die Begründung für den Standortwechsel nach Wieblingen wirklich mal vor Augen führen, dann enttarnen sie einen versteckten Rassismus der Mehrheit des Gemeinderates, des Oberbürgermeisters und vieler Bürger, die froh sind, dass es wieder mal Wieblingen trifft. Das neue Plakat der Stadt „Refugees are welcome“ ist unter diesem Blickwinkel sogar übelste Dialektik; denn niemand stellt die Ankunft der Flüchtlinge in Frage, sondern nur den Standort ihres Ankunftszentrums. Und doch ist es die Stadt selbst, die es mit Willkommen der Flüchtlinge nicht so ernst meint, sonst könnte das Ankunftszentrum ja dort bleiben, wo es sich schon seit Jahren bewährt. Honi soit qui mal y pense. Stimmen Sie mithin für diesen Standortwechsel, sollte Ihnen auch klar sein, dass Sie damit einen zwar subtilen, aber trotzdem vorhandenen Rassismus unterstützen. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich Ihre Entscheidung dann leider reduzieren.
    Zudem wird Wieblingen, das eigentlich den schönsten Teil des Neckars besitzt und darum eine Heidelberger Perle sein könnte, seit seiner Eingemeindung in 1920 stets als „Abfalleimer“ unliebsamer Entscheidungen der Stadt Heidelberg genutzt. Und darum und nur darum bin ich gegen den Standort des neuen Ankunftszentrums in den Wieblinger Wolfsgärten. Ich hoffe, dass sich viele Bürger meiner Meinung anschließen und sich gegen diese Entscheidung wehren.

    ade

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